Über uns

#liwbn – Wir, die „Initiative Landschaftsschutz Im Wingert“ sind ein sehr junger Zusammenschluss verschiedener Bonner Bürgerinner und Bürger, die sich für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Im Wingert in Poppelsdorf einsetzen. Wir haben uns spontan nach der Bürgerinformation der Stadt zu den Bebauungsplänen Im Wingert am 2.5.2018 zusammengefunden und kurzerhand einen offenen Brief an den Oberbürgermeister verfasst und weitere Aktionen gestartet.

Der unter Landschaftsschutz stehende urbane Wald, ein Biotop und Poppelsdorfs grüne Lunge Im Wingert/Trierer Str./Clemens-August-Platz soll laut Bauplanvorhaben der Stadt einem groß angelegten Bauprojekt mit Einkaufsmarkt und 180 Neubauwohnungen weichen. Dieser urbane Wald hat für den Stadtteil Poppelsdorf aufgrund seiner unterschiedlichsten regulierenden Ökosystemleistungen eine herausragende Bedeutung: er reguliert und mindert u.a. die Belastungen durch Abgase und Feinstaub und nicht zuletzt durch Lärm.

Und daher ist er für uns in Poppelsdorf buchstäblich überlebenswichtig!

Der seit 2007 eingesetzte Bonner Bauboom mit Ziel der Schaffung von Neubauwohnungen und Bauverdichtung hat bislang etliche Bauflächen erschlossen und neuen Wohnraum geschaffen – einen urbanen Wald als Baufläche zu opfern ist völlig unnötig und beinahe selbst zerstörerisch. Wer oder was soll denn in Zukunft die klima- und umweltregulierenden Funktionen übernehmen, wenn der Wald an der Stelle nicht mehr ist? Kann ein Supermarkt, können Neubauwohnungen Feinstaub absorbieren, CO2 umwandeln und die Luft kühlen? Wohl kaum, im Gegenteil, sie erzeugen zusätzlich ein Mehr an Wärme und durch das erhöhte Verkehrsaufkommen eine zusätzliche Abgasbelastung. Schon jetzt, also mit Wald, schwebt hier in diesem Gebiet oft ein Abgasgeruch – wie entwickelt sich dies ohne die Puffer- und die regulierende Wirkung des Waldes? Für die Umsetzung des Bauplanvorghaben sind sowohl die Rodung sämtlichen Altbaumbestandes als auch die Abtragung des Hanges notwendig. Ein altes Biotop, die Fortführung des unter Naturschutz stehenden Melbtals, sollen zerstört und geschützte Arten ihrer Lebensräume beraubt werden. Hierzu soll „mal so eben“ der Status des Landschaftsschutzes aufgehoben und der Wald als Bauland deklariert werden. Hinzu kommt, dass dieses Gebiet aufgrund seiner Funktion zur Frischluftversorgung aus dem Melbtal für die gesamte Stadt Bonn von herausragender Bedeutung ist. Es befindet sich nämlich inmitten der Frischluftschneise, die Bonn über die Clemens-August-Str./Botanischer Garten und anschließend Poppelsdorfer- und Meckenheimer Allee mit Frischluft versorgt.

Eine Bebauung hätte eine Blockade der Frischluftzufuhr zu Folge.

Wir setzen uns dafür ein, die Öffentlichkeit in Bonn auf die verheerenden Folgen dieses Bauplanvorhabens aufmerksam zu machen und dafür, dass der Bebauungsplan zurückgenommen wird.

Wer in unserer Initiative mitmachen will, ist herzlich eingeladen.

Kontaktaufnahme bitte über Zsófia Poták, post@landschaftsschutz-im-wingert-de; weitere Infos unter: www.landschaftsschutz-im-wingert.de.